388. Montagsdemo in GE

Am 07.05.2012 fand in Gelsenkirchen die 388. Montagsdemonstration statt. Heute war die Veranstaltung etwas überladen mit Themen.:

Da am 13.Mai.2012 in NRW Landtagswahlen sind, haben sich einige Kandidaten von verschiedenen Parteien (Die Linke, Piraten…) auf der Montagsdemo vorgestellt und ihr Parteiprogramm präsentiert. Außerdem konnten Fragen gestellt werden, die die Kandidaten beantworten konnten.

Einige Kandidaten versprachen dann auch, zukünftig öfters an der Montagsdemo teilzunehmen. Ich befürchte jedoch, dass dies ein Versprechen bleiben wird. Die Piraten hatten sogar eine Justizangestellte vorbei geschickt. Der hätte ich gerne ein paar kritische Fragen gestellt, aber leider musste die ganz dringend weg.

Wie das nun mal so ist bei Politikern.

 

Durch diese Sonderveranstaltung entfiel das übliche offene Mikrofon.

Ein weiteres Sonderthema war Griechenland und die dortigen Demonstrationen von Mitarbeitern eines Stahlwerks in Aspropyrgos. Danach begann der Demonstrationsumzug, auf der Strecke, die auf meinen Wunsch hin geändert wurde.  Gerne hätte ich zuvor noch etwas auf das kommende Thema “Justiz” gesagt, aber das war leider nicht möglich.

Auf dem Weg in Richtung WAZ teilte ich den Demonstranten mit, dass gestern der Weltlachtag war.  Wer gestern vergessen hat zu lachen, kann dies heute gerne nachholen, aber wer über das lachen wollte, was ich heute von mir gebe, der braucht schon sehr, sehr viel schwarzen Humor.

Vor der WAZ-Redaktion las Herr Schneider aus Wuppertal, von der dortigen Betrugsopferhilfe, den ersten Bericht der WAZ vom 7.5.2002, über meine Verhaftung als Zuschauer einer Gerichtsverhandlung, vor. Zwischendurch gab ich dazu Kommentare ab. Z.B. dass ich lt. WAZ-Bericht wegen eines T-Shirt mit der Aufschrift “Prozessbeobachter” verhaftet wurde, der Richter aber die Verhaftung bereits angekündigt hatte, als er noch gar nicht wusste, was auf dem T-Shirt stand.

Danach hat die Pressesprecherin der Gelsenkirchener-Montagsdemo, Martina Reichmann, den zweiten Bericht der WAZ, vom 14.5.2002, auch noch vorgelesen. Dass man in einem angeblich freiheitlich, demokratischem Rechtsstaat,  wegen eines T-Shirt mit der Aufschrift “Prozessbeobachter” zweimal verhaftet werden kann, war selbst den Montagsdemonstranten noch nicht bekannt.

Die Verhaftung empfand man als Skandal, die völlig niveaulose und kritiklose Berichterstattung der WAZ, empfinde ich jedoch als weitaus schlimmer.

Nach der Rückkehr der Demonstration erklärte ich noch, dass die Justizmafia den Zeitpunkt der Verhaftung äußerst geschickt gewählt hat. Während es beim Landgericht eine Ausstellung über die Unrechtsjustiz des 3. Reichs gab, geht die Justizmafia des 4. Reichs hin, und verhaftet einen Prozessbeobachter, weil dem Richter angeblich das T-Shirt nicht gefiel.

Ein einmaliger Vorgang, der so bisher weder in China, Russland oder der Ukraine vorkam.

Bei der zweiten Verhaftung meinte dann sogar ein Beamter des Folterknast Gelsenkirchen, man könne nur froh sein, dass ich noch so normal  geblieben bin wäre,  bei dem was mir die Justiz regelmäßig so antut.

Der Richter ging 2011 in den Ruhestand. Die WAZ berichtet, dass Richter Rumberg fast 35 Jahre Richter am Amtsgericht Gelsenkirchen-Buer gewesen sein. In der Online-Ausgabe kommentierte ich dies, dass es zu mehr wohl nicht gereicht hätte.

2012 erzählte ich einem anderen Amtsrichter, dass eine Lehrerin mit dem T-Shirt das Gericht aufsuchen wollte. Der Richter meinte, er könne sich nicht vorstellen, dass man mit diesem T-Shirt noch einmal verhaftet wird. Für mich ein Eingeständnis, dass die Verhaftung nicht sein durfte.

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BEITRAG zur 388-ten Montagsdemo in Gelsenkirchen

BILDER zur 388-ten Montagsdemo in Gelsenkirchen

FLUGBLÄTTER zur 388-ten Montagsdemo in Gelsenkirchen

Auf der 388-ten MoDe verkündete Termine

VIDEOS zur 388-ten Montagsdemo in Gelsenkirchen

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